Coming up: spark 7 Nordkette Downhill 2010 presented by 3 - Oesterreichische DH Meisterschaften
Fri, Aug 27 2010 11:04
| News
Austrian Masters von 17. bis 19. September in Innsbruck / Tirol
Der mittlerweile legendäre Nordkette Downhill geht bereits in seine vierte Runde. Dieses Jahr wird zum ersten Mal der österreichische Meister im Mountainbike-Downhill in Innsbruck / Tirol gekürt. Auf die Zuschauer wartet wieder Action pur auf der Nordkette.
Wir freuen uns schon aufs Rennen!!!!! Alle Infos hier!
Der mittlerweile legendäre Nordkette Downhill geht bereits in seine vierte Runde. Dieses Jahr wird zum ersten Mal der österreichische Meister im Mountainbike-Downhill in Innsbruck / Tirol gekürt. Auf die Zuschauer wartet wieder Action pur auf der Nordkette.
Wir freuen uns schon aufs Rennen!!!!! Alle Infos hier!
Nordkette Singletrail Jugenddownhill, heute 28.7.10
Fri, Aug 27 2010 10:50
| News
Wir drücken heute den Youngsters am Nordpark ganz besonders die Daumen: Sie haben heute den ersten Nordketten Singletrail Jugenddownhill vor sich, und die Bedingungen sind wahrlich alles anderes als einfach.
Auf einer speziell angelegten Rennstrecke im unteren Bereich des legendären Nordkette Singletrail kann der Downhill-Nachwuchs zwischen 12 und 15 Jahren zeigen, was in ihm steckt. Die Strecke ist gespickt mit kniffeligen Wurzelpassagen und flowigen Anliegern und bietet den jungen Teilnehmern ein richtiges Rennerlebnis. Auf die stolzen Sieger warten coole Sachpreise, die von Herrn Vizebürgermeister Christoph Kaufmann persönlich überreicht werden.
Programm:
8.30 bis 11.30 Uhr: Training
12.30 Uhr: Rennen
15.00 Uhr: Siegerehrung/Hungerburg
Anschließend Pasta-Party/Biker-Homebase Restaurant „Wolke 7“
Viel Glück!!!!!

Auf einer speziell angelegten Rennstrecke im unteren Bereich des legendären Nordkette Singletrail kann der Downhill-Nachwuchs zwischen 12 und 15 Jahren zeigen, was in ihm steckt. Die Strecke ist gespickt mit kniffeligen Wurzelpassagen und flowigen Anliegern und bietet den jungen Teilnehmern ein richtiges Rennerlebnis. Auf die stolzen Sieger warten coole Sachpreise, die von Herrn Vizebürgermeister Christoph Kaufmann persönlich überreicht werden.
Programm:
8.30 bis 11.30 Uhr: Training
12.30 Uhr: Rennen
15.00 Uhr: Siegerehrung/Hungerburg
Anschließend Pasta-Party/Biker-Homebase Restaurant „Wolke 7“
Viel Glück!!!!!

"Training Day" - Willi Hofer faehrt unglaublichen DH Rekord am NKST - 23 Abfahrten, 23173 HM, 100 km
Fri, Aug 27 2010 10:45
| News
TRAINING DAY“: WILLI HOFER fährt unglaublichen 12h Downhill-Rekord am Nordkette Singletrail: 23 Abfahrten mit 23713 HM, rd. 100 km Abfahrtsdistanz, durchschn. Fahrzeit 12:30 Minuten je 1031 Höhenmeter / 4,25 km. Wir gratulieren!!!! Hier ist sein Erfahrungsbericht.




Innsbruck City Guide in der "bike"
Fri, Aug 27 2010 10:41
| News
Grosser Innsbruck Artikel in der "bike"! Die aktive Mountainbike Szene Innsbrucks schlägt nun auch ausserhalb Tirols Wellen. Das grösste Europäische Mountainbike Magazin "bike" reagiert in der Ausgabe 9.2010 mit einem Portrait der Szene und grossem City Guide. Worüber sogar die TT berichtet.
In der Szene wird der Artikel diskutiert, Pro und Contra halten sich die Waage - wer (bitte sachlich und konstruktiv) an der Diskussion teilnehmen will, findet hier einen Thread: http://www.forumromanum.de/member/forum/entry.user_51273.2.1110365381.ibk_trails_magazin_bike-g_a_m.html.

Eine kleine Gallery zum "Making of" gibt es hier...
In der Szene wird der Artikel diskutiert, Pro und Contra halten sich die Waage - wer (bitte sachlich und konstruktiv) an der Diskussion teilnehmen will, findet hier einen Thread: http://www.forumromanum.de/member/forum/entry.user_51273.2.1110365381.ibk_trails_magazin_bike-g_a_m.html.

Eine kleine Gallery zum "Making of" gibt es hier...
Biiiig Mountain Nr. 1
Fri, Aug 27 2010 10:24
| Big Mountain
Einmal im Jahr, muss er sein, dieser Bergjuwel im Ländle. Eigentlich eine meiner absoluten Lieblingstouren - der Prototyp einer Vertride Tour der Güteklasse 1. Doch dieses Karstgebirge feinster Machart in einer Landschaft die ihresgleichen sucht und schon Hemingway während seiner Schrunser Aufenthalte verzaubert hatte, war auch diesen durchwachsenen Sommer noch lange nicht schneefrei. Ein Schönwetterfenster von genau zwei Tagen bot jedoch die Gelegenheit, die wir nicht verpassen konnten. Wir fassten uns also ein Herz und all unsere alpine Erfahrung, und gingen diese sorgfältig geplante 10 Stunden Tour an. Und das Zeitbudget war überaus knapp, denn wir wollten ALLES haben: Zu Beginn landschaftlich schöne Anfahrt, derber, harter Aufstieg im Latschengürtel, später durch einen Felsrachen und immer noch weiter, am Gipfel den Landschaftsgenuss, dann die lange Querung und Abfahrt retour über ein Karstplateau das doch auch eine andauernde Konzentrationssonderprüfung darstellt. Und zuletzt, gerade wenn man denkt "mehr Big Mountain geht echt nicht", schnalzt es nach einem weiteren Anstieg noch einmal als Abschluss eine Trialsonderprüfung ganz nach Vertriders Geschmack vor die Räder, die zu einer der härtesten in der Region zählt, und an der sich schon Legenden wie Picco, Hias oder Paul beinahe die Zähne ausgebissen haben. Dieses Jahr noch umso mehr als ein Schlagwetter in der Vorwoche dem Weg erosiv sehr zugesetzt hatte. Ohne Zweifel: auf dieser Tour ist der komplette Fahrer gefragt. Fahrkönnen, Krafteinteilung, Ausdauer, Tourenplanung, Zeiteinteilung, Wetterbeobachtung - alles Faktoren die über Gelingen oder Scheitern eines Projekts dieses Kalibers entscheiden. Am Ende des Tages standen - wie schon 2006 - über 23 km, 3100 HM Abfahrt, und 2370 hart erkämpfte Höhenmeter am Garmin von Flo, der angesichts des Tourenmonstrums einmal fast die Nerven wegwerfen wollte, aber dann doch Vollgas gab! Tscha Oida, Vertriding at its best ist halt schon immer noch genauso Hardcore wie vor 10 Jahren, und das wird noch lange so bleiben. Grandios die Leistung von Sylvia, die wie immer recht ungerührt ihr 901 den Berg hochtrug und bergab alle Sonderprüfungen mit Bravour meisterte. Grandios auch Axel, der in der letzten, ultraharten Abfahrt des Tages seine Extraklasse zeigte, noch einmal um JEDEN cm fightete und mich mit seiner Motivation regelrecht ansteckte. Erstaunlich wieviel an Terrain da dann noch einmal geht. Auch hier gilt: We'll be back!



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(Little) Big Mountain Nr. 2
Fri, Aug 27 2010 10:13
| Big Mountain, Nightride
Donnerstag Abend. Bleistift im Büro zur Abwechslung maximal pünktlich fallengelassen, und ab in die Lizum auf einen Nightride mit Gerhard, Bertl, Gordon, Geli und ein paar anderen netten Menschen. Wahnsinnswetter und Stimmung, Traumpanoramen in der Abendsonne. Innsbruck - Du bist ein Hit, die schönsten Berge gerade um die Ecke. Mir kommt ein Jobangebot eines Bikemagazins aus einer Deutschen Stadt mit sumpfig, faden Trails ohne Berge in den Sinn, dass ich einfach ablehnen musste. Ohne Berge kann ich nicht sein. Bertl meint dazu nur trocken: "Welchen Teil von 'meinem geilen Leben' haben die nicht verstanden?" Die Sonne geht unter, und die Sterne auf. Ich fotografiere bis spät in die Nacht, während sich die Crew eine Grillage gönnt bevor sie sich in ihre Schlafsäcke verkrümelt - Langzeitbelichtungen und Sternenhimmel, auch das ist eine Passion meinerseits. Die Abfahrt im Scheinwerferlicht der Lupine ist lang und einsam, und noch einmal sind 100% Konzentration gefragt - wie immer ein eindrückliches Erlebnis im Grenzbereich. Doch genau diese Touren sind es, an die man sich noch Jahre später erinnert!


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Biiiig Mountain Nr. 3
Fri, Aug 27 2010 09:45
| Big Mountain
"Hey Mellin, Zeit für a Fahrtl? I bin mal wieder im Lande. Und Du wolltescht mir ja amal die 20 km Singletrailrunde um Innsbruck zeigen". Stimmt, an dieser - einer meiner liebsten Feierabendrunden bzw extrem einsamen Nightrides - habe ich lange getüftelt. Sie erinnert mich sehr an eine der schönen Vulkanrouten auf La Palma. Und wenn der Pauli, mein Lieblingsbergführer und Ehrenvertrider aus Zirl anruft, dann heisst es: Big Mountain (egal ob Sommer oder Winter). So auch auf dieser leider im Detail nicht publizierbaren (auf manchen Abschnitten starkes Wandereraufkommen am WE) Runde. Sie ist aber auch nicht jedermanns Sache: die Abfahrt geht nach einem kräftezehrenden Anstieg von knapp 2600 m in vielen Kehren auf sehr steinigem Terrain immer wieder gewürzt mit XC Abschnitten manchmal flowig aber auch wieder anspruchsvoll bis nach Innsbruck hinunter. Eine Königstour - aber etwas anderes wäre einem Bergführer von Format ja auch nicht würdig :)



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Biiiig Mountain Nr. 4
Fri, Aug 27 2010 09:34
| Big Mountain
Hurra,
was da doch für ein traumhafter Big Mountain im Zillertal wie ein Klotz in der Landschaft steht. Dankenswerterweise führt eine Seilbahn hoch, die einem etwas Arbeit auf dieser grossartigen Kammbefahrung abnimmt. Dennoch sind es über den Tag verteilt immer noch 1650 HM auf, knapp 3000 HM ab und 33 km Distanz. Das meiste Singletrails, und davon auch viel fahrbar, bergauf wie bergab. Bedeutet: treten, fighten, hämmern, cruisen, schnaufen, freuen, trialn, tragen, schieben. Für Gerhard, Sylvia, Martin 1, Geli, Gordon, Martin 2 und meinereiner jedenfalls eines der Highlights dieses Jahr. 10 h später landeten wir ausgepowert aber happy wieder in Mayrhofen - und nur eine Stunde später wurde es dann schon dunkel. Glück gehabt. Next year we'll be back!



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was da doch für ein traumhafter Big Mountain im Zillertal wie ein Klotz in der Landschaft steht. Dankenswerterweise führt eine Seilbahn hoch, die einem etwas Arbeit auf dieser grossartigen Kammbefahrung abnimmt. Dennoch sind es über den Tag verteilt immer noch 1650 HM auf, knapp 3000 HM ab und 33 km Distanz. Das meiste Singletrails, und davon auch viel fahrbar, bergauf wie bergab. Bedeutet: treten, fighten, hämmern, cruisen, schnaufen, freuen, trialn, tragen, schieben. Für Gerhard, Sylvia, Martin 1, Geli, Gordon, Martin 2 und meinereiner jedenfalls eines der Highlights dieses Jahr. 10 h später landeten wir ausgepowert aber happy wieder in Mayrhofen - und nur eine Stunde später wurde es dann schon dunkel. Glück gehabt. Next year we'll be back!



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Das Sommerloch
Mon, Aug 16 2010 02:09
| News
Yep, das Sommerloch hat uns erwischt. Jede Minute am Computer ist eine Minute die man nicht am Trail ist (oder in meinem Fall auch nicht mit der geliebten Familie unterwegs). Deshalb: in jeder freien Minute wechseln sich Big Mountain Projekte mit Nordkettentrainingsruns ab. Deshalb ist es im Augenblick ein bissl ruhig auf der ebenfalls geliebten Vörtridasite. Stay tuned.
Extreme Trockenheit: Dosiert bremsen - Erosion vermeiden! How-To Video!
Alle Jahre wieder herrschen - so wie zuletzt - extrem trockene Bedingungen vor. Auf den Trails staubt es richtig.
Besonders in den nördlichen und südlichen Kalkalpen und Regionen wie zB dem Karwendel oder den Dolomiten trifft man nun vermehrt auf den Wegen auf Rollschotter, ansonsten griffige Trails sind auch im Wald auf einmal sehr rutschig.
Die Ursache: Rollschotter wirkt wie ein Kugellager unter den Reifen, und erschwert punktgenaue Bremsungen. Durch die enorme Trockenheit fehlt Feuchtigkeit als bindendes Element dass das lose Gestein zusammenhält. Dadurch steigt die Anfälligkeit eines Weges auf Bodenerosion durch Blockierbremsungen besonders stark. Gerade bei extrem trockenen Verhältnissen ist es daher wichtiger denn je, Blockierbremsungen speziell am Hinterrad so gut wie möglich zu vermeiden.
Dies wird natürlich um so schwieriger je steiler das Gelände ist, da sich die Radlastverteilung zu Ungunsten der Hinterbremse ändert. So lasten auf dem Vorderrad in starkem Gefälle schnell einmal 80% des Gewichts und auf dem Hinterrad nur noch 20% oder sogar weniger. Klarer Fall, dass hier an der Hinterbremse eine sensible Hand gefragt ist. Aber auch in weniger steilem Gelände kann die Vorderbremse prinzipiell immer mehr Bremskraft übertragen als das Hinterrad. Die Folge: Ungewollte Blockierbremsungen am Hinterrad. Und die sollte man auf Trails nach Möglichkeit vermeiden!

Gute Bremsdosierung kann man üben, doch davor steht die Sensibilisierung des Fahrers: achtet einmal auf einer Trail-Abfahrt für ein paar Minuten genau auf euer Bremsverhalten! Wie oft fahrt ihr unbewusst mit blockierter "Handbremse" auf Trails? Hhm, oft? Das muss eigentlich nicht sein. Überdenkt eure Bremstechnik.
Vor allem: Ein Reifen der rollt anstatt zu blockieren bietet mehr Traktion und Sicherheit - ihr werdet mit einem rollenden anstatt blockierten Hinterrad nicht nur schneller und leiser sondern auch sicherer unterwegs sein.
Klar, auf abgesperrten Rennstrecken ist ein kontrollierter Drift über beide Räder für Profis das Mittel zum Zweck, und auf speziellen Biketrails hilft ein blockiertes Hinterrad ab und an dabei einen Fahrfehler zu korrigieren und sich noch durch eine Kurve zu retten in die man eigentlich zu schnell gefahren ist. Aber eben nur auf abgesperrten Trails. Denn diese Strecken werden von den Betreibern gewartet und Instand gehalten, Schäden durch Bremserosion (hoffentlich) im laufenden Betrieb ausgebessert.
In 99% der Fälle sind wir jedoch auf Wanderwegen zu Gast, die die Alpenvereine, der Bund, Grundeigentümer und andere Wegehalter warten, und sollten uns entsprechend rücksichtsvoll und vorrausschauend - auch bei unserer Bremstechnik - verhalten (auch wenn uns die Bike-Magazine weltweit mit Fotos blockierter Hinterräder oftmals etwas anderes suggerieren, aber Magazine übernehmen nur selten Verantwortung für das Verhalten ihrer Leser).

Wer clever ist, bremst dosiert und schont dadurch nebenbei auch noch seinen Geldbeutel (Reifen- und Bremsbelagsverschleiss), die Trails und die Umwelt. Echte Profis werdet ihr wie weiter oben geschrieben sehr selten und wenn dann nur in Ausnahmesituationen mit blockiertem Hinterrad antreffen. Echte Profis sind schnell, smooth, leise und sicher ohne blockiertes Hinterrad unterwegs.
Last but not least bieten wir unseren Kritikern, die sich ganz besonders - und zurecht - an Bremsspuren von Bikern auf Wegen echauffieren, durch die Vermeidung von Blockierbremsungen einen Angriffspunkt weniger.
Und das ist wohl in unser aller Interesse.
In diesem Sinne wünsche ich weiterhin eine gute Saison und viele schöne Touren!
Herzliche Grüsse
Christoph Malin
PS: ein kurzes Video zum Thema "Vermeidung von Bremsspuren" auf einem extrem trockenen, steilen Trail findet ihr hier: http://gallery.me.com/vertrider/101090. Entstanden im Frühjahr '09, absolviere ich hier einen rutschigen, trockenen Trail nicht mit Fokus auf Geschwindigkeit (das kann jeder) sondern auf maximale Blockierbremsungsvermeidung (sehr anspruchsvoll - wer genau schaut sieht dass es mir im Video auch nicht immer in allen Passagen zu 100% gelingt, da der Weg extrem rutschig war). Meine Motivation: Da ich diesen Weg auch in Zukunft noch fahren möchte, versuche ich Bremsspuren so gut wie möglich zu vermeiden.
Besonders in den nördlichen und südlichen Kalkalpen und Regionen wie zB dem Karwendel oder den Dolomiten trifft man nun vermehrt auf den Wegen auf Rollschotter, ansonsten griffige Trails sind auch im Wald auf einmal sehr rutschig.
Die Ursache: Rollschotter wirkt wie ein Kugellager unter den Reifen, und erschwert punktgenaue Bremsungen. Durch die enorme Trockenheit fehlt Feuchtigkeit als bindendes Element dass das lose Gestein zusammenhält. Dadurch steigt die Anfälligkeit eines Weges auf Bodenerosion durch Blockierbremsungen besonders stark. Gerade bei extrem trockenen Verhältnissen ist es daher wichtiger denn je, Blockierbremsungen speziell am Hinterrad so gut wie möglich zu vermeiden.
Dies wird natürlich um so schwieriger je steiler das Gelände ist, da sich die Radlastverteilung zu Ungunsten der Hinterbremse ändert. So lasten auf dem Vorderrad in starkem Gefälle schnell einmal 80% des Gewichts und auf dem Hinterrad nur noch 20% oder sogar weniger. Klarer Fall, dass hier an der Hinterbremse eine sensible Hand gefragt ist. Aber auch in weniger steilem Gelände kann die Vorderbremse prinzipiell immer mehr Bremskraft übertragen als das Hinterrad. Die Folge: Ungewollte Blockierbremsungen am Hinterrad. Und die sollte man auf Trails nach Möglichkeit vermeiden!

Gute Bremsdosierung kann man üben, doch davor steht die Sensibilisierung des Fahrers: achtet einmal auf einer Trail-Abfahrt für ein paar Minuten genau auf euer Bremsverhalten! Wie oft fahrt ihr unbewusst mit blockierter "Handbremse" auf Trails? Hhm, oft? Das muss eigentlich nicht sein. Überdenkt eure Bremstechnik.
Vor allem: Ein Reifen der rollt anstatt zu blockieren bietet mehr Traktion und Sicherheit - ihr werdet mit einem rollenden anstatt blockierten Hinterrad nicht nur schneller und leiser sondern auch sicherer unterwegs sein.
Klar, auf abgesperrten Rennstrecken ist ein kontrollierter Drift über beide Räder für Profis das Mittel zum Zweck, und auf speziellen Biketrails hilft ein blockiertes Hinterrad ab und an dabei einen Fahrfehler zu korrigieren und sich noch durch eine Kurve zu retten in die man eigentlich zu schnell gefahren ist. Aber eben nur auf abgesperrten Trails. Denn diese Strecken werden von den Betreibern gewartet und Instand gehalten, Schäden durch Bremserosion (hoffentlich) im laufenden Betrieb ausgebessert.
In 99% der Fälle sind wir jedoch auf Wanderwegen zu Gast, die die Alpenvereine, der Bund, Grundeigentümer und andere Wegehalter warten, und sollten uns entsprechend rücksichtsvoll und vorrausschauend - auch bei unserer Bremstechnik - verhalten (auch wenn uns die Bike-Magazine weltweit mit Fotos blockierter Hinterräder oftmals etwas anderes suggerieren, aber Magazine übernehmen nur selten Verantwortung für das Verhalten ihrer Leser).

Wer clever ist, bremst dosiert und schont dadurch nebenbei auch noch seinen Geldbeutel (Reifen- und Bremsbelagsverschleiss), die Trails und die Umwelt. Echte Profis werdet ihr wie weiter oben geschrieben sehr selten und wenn dann nur in Ausnahmesituationen mit blockiertem Hinterrad antreffen. Echte Profis sind schnell, smooth, leise und sicher ohne blockiertes Hinterrad unterwegs.
Last but not least bieten wir unseren Kritikern, die sich ganz besonders - und zurecht - an Bremsspuren von Bikern auf Wegen echauffieren, durch die Vermeidung von Blockierbremsungen einen Angriffspunkt weniger.
Und das ist wohl in unser aller Interesse.
In diesem Sinne wünsche ich weiterhin eine gute Saison und viele schöne Touren!
Herzliche Grüsse
Christoph Malin
PS: ein kurzes Video zum Thema "Vermeidung von Bremsspuren" auf einem extrem trockenen, steilen Trail findet ihr hier: http://gallery.me.com/vertrider/101090. Entstanden im Frühjahr '09, absolviere ich hier einen rutschigen, trockenen Trail nicht mit Fokus auf Geschwindigkeit (das kann jeder) sondern auf maximale Blockierbremsungsvermeidung (sehr anspruchsvoll - wer genau schaut sieht dass es mir im Video auch nicht immer in allen Passagen zu 100% gelingt, da der Weg extrem rutschig war). Meine Motivation: Da ich diesen Weg auch in Zukunft noch fahren möchte, versuche ich Bremsspuren so gut wie möglich zu vermeiden.
